Panchsheel Felix-Convent

Das Felix-Convent stellt das neueste Teilprojekt in Indien dar.
Es entstand im Jahre 2012 und erinnert an den Felix Gemen, den Sohn des Mitbegründerehepaares Stefan und Claudia Gemen, der am 03.01.2012 bei einem tragischen Unfall auf dem Bauernhof seines Freundes zu Tode kam.
Das Convent befindet sich in Paradwada und entstand auf dem Gelände des Hostel .
Es stellt eine Art Kindergarten dar, in dem Kinder im Alter von 3-6 Jahren auf die Zeit in der Schule vorbereitet werden. Das Medium im Convent ist Englisch, sodass die Kleinkinder bereits als Zweitsprache diejenige Sprache lernen, mit der sie später am ehesten einen Beruf erlernen können, der zur Selbstsicherung ausreicht.
Aktuell gibt es vier Unterrichtsräume: Nursery (3 Jahre), 1. Vorschulklasse (4 Jahre), 2. Vorschulklasse (5 Jahre) und eine erste und zweite Klasse (6-7 Jahre).
Im Gegensatz zum Hauptprojekt in Bahiram, handelt es sich beim Felix-Convent um eine Tagesschule: Die Kleinkinder werden von zwei Bussen vormittags abgeholt und nachmittags auch wieder in ihre Dörfer gebracht. Ebenso wie im Panchsheel Home in Bahiram werden hier Adivasi-Kinder unterrichtet, die sonst keinerlei Möglichkeit auf einen Zugang zu Bildung hätten.
Die Erziehung der Kinder wird in möglichst enger Zusammenarbeit mit den Eltern durchgeführt, um auch diesen den Wert von Bildung für die Zukunft ihrer Kinder zu verdeutlichen. So haben zum Beispiel die Eltern die Aufgabe, ihren Kindern täglich genug zum Essen sowie saubere Kleidung mitzugeben, um sicherzustellen, dass das Convent nicht nur als billige Möglichkeit der Ernährung der Zöglinge verstanden wird. Auch werden in regelmäßigen Abständen Elterntreffen veranstaltet, bei denen diesen diverse Dinge dargestellt werden, wie zum Beispiel die Bedeutung von Hygiene oder auch die Gefahr von Zigarettenrauch und Alkohol speziell auf Kleinkinder.
Das Felix-Convent ist aber kein abgeschlossenes Projekt, es befindet sich vielmehr noch in der Aufbauphase. Nach der im Jahre 2013 gegründeten ersten Klasse folgte bald schon eine Klasse Zwei und 2014 wurde ein weiterer Neubau eingeweiht:So wächst das Convent von Jahr zu Jahr langsam weiter und die Zusammenarbeit mit den Eltern wird ausgebaut, um in den vielen Kleinstdörfern der Gegend endgültig das Bewusstsein dafür zu schaffen, dass Bildung und speziell die englische Sprache der wohl einzige Weg ist, nachhaltig aus dem Teufelskreis der Armut auszubrechen.